Die Speyerer nennen sie "Die Stadt", "Hauptschdrooß" und neuerdings auch "Die Max". Entstanden ist diese Straße aus dem Dom- und Marktplatz im Zusammenhang mit dem Bau des Domes. Im Laufe des 12. Jahrhunderts erreichte der Ausbau nach Westen den Standort des Altpörtels. In früheren Zeiten war die Maximilianstraße doppelt so breit als heute. Sie war ein riesengroßes Marktzentrum, ein Umschlagplatz vor allem für den Handel mit Pfälzer Wein. Der Stadtkanal floss früher offen durch die Innenstadt. Seit dem Bau von Geschäftshäusern mitten auf dem Markt, fließt der Kanal unter diesen Häusern hindurch. Im Katastrophenjahr 1689 brannte die mittelalterliche Freie Reichsstadt nieder. Die heute ältesten Häuser stammen deswegen aus den Jahren des Wiederaufbaus, aus dem frühen 18. Jahrhundert.
Als "via triumphalis" wird die Straße gelobt, sind doch alle deutschen Könige und Kaiser auf ihr zum Dom gezogen, meistens, wenn in Speyer Reichsversammlungen stattgefunden haben. Kaiser Maximilian II. brachte bei seinem Einzug in die Stadt anno 1570 Elefanten, arabische Pferde und Leoparden mit. Turniere haben hier stattgefunden, glanzvolle Aufzüge, Aufmärsche und Feste hat die Straße erlebt, aber auch eine der ersten Bücherverbrennungen im Dritten Reich. Große Demonstrationen fanden in der Maximilianstraße statt, u. a. zum Erhalt der Flugzeugwerke. Anno 1987 fuhr Papst Johannes Paul II. im Papamobil vom Altpörtel kommend dem Dom entgegen. Über die "Max" ziehen alljährlich der Sommertagsumzug, der Brezelfestumzug und die Fronleichnamsprozession.
In dieser Straße werden im August die Kaisertafel, im September der größte rheinland-pfälzische Bauernmarkt, im Oktober die längste pfälzische Weinprobe und ab Ende November bis an Dreikönig der Weihnachts- und Neujahrsmarkt abgehalten. Aufgrund der historischen Beziehungen zwischen Bayern, Pfalz und Speyer - ehemalige Residenz der Regierung des Bayerischen Rheinkreises/der Bayerischen Pfalz - wurde die Hauptstraße im Jahr 1816 nach dem ersten König von Bayern, Max I. Joseph, benannt: Maximilianstraße.
In zahlreichen Cafés und Bistros kann man es sich gut gehen lassen. Die Straße lädt einfach zum Bummeln und Einkaufen ein. Hier pulsiert das Leben, hier ist was los.
Bedeutende Bauwerke sind:
- Altpörtel (13., 16. und 18. Jh.)
- Einhornapotheke
- Haus zur Münze
- Georgsbrunnen
- Rathaus
- Sophie-La-Roche-Haus
- Metternichhaus
- Stadthaus.
Einer alten Tradition entsprechend, werden auf der Straße in mehreren "Brezelhäuschen" die Speyerer Salz- und Laugenbrezeln feilgeboten.
Auch zu später Stunde bietet die Maximilianstrasse eine eindrucksvolle Kulisse, schauen Sie selbst:








